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https://jugendgerichtshilfe.dresden.de/de/selbst/sozialer-trainingskurs.php 25.06.2018 13:32:42 Uhr 17.12.2018 14:23:46 Uhr

Sozialer Trainingskurs

Eigenständige und starke Persönlichkeiten sind fähig:

  • anderen mit Respekt und Achtung zu begegnen,
  • andere Meinungen zuzulassen und
  • das tägliche Leben zu meistern

Ein Soziales Training wird dich auf diesen Weg bringen.

Der Richter kann dir die Teilnahme an einem Sozialen Trainingskurs auch anweisen. Das bedeutet: Du musst den Kurs besuchen.

© Christin Zöllner, JGH
Wichtig!

Wenn du der richterlichen Weisung nicht folgst, droht dir ein Ungehorsamsarrest.

Vielleicht ist dir aber schon klar, dass du etwas verändern willst. Dann kannst du dich selbst beim Jugendgerichtshelfer oder im IPP für einen Kurs anmelden. Wenn du den Kurs erfolgreich schaffst, wird das vom Staatsanwalt oder dem Richter anerkannt und gewürdigt.

Was kannst du im Sozialen Training lernen und üben?

  • mit Unterstützung der Gruppe zu lernen, wie man sich in bestimmten Situationen nicht beeinflussen läßt und gewaltfrei handelt;
  • kritischer zu hinterfragen, was andere (auch Freunde oder scheinbar Stärkere) sagen;
  • sich eine eigene Meinung zu bilden, dazu zu stehen und auch danach zu handeln;
  • Stärken zu erkennen und sie bewußter für das eigene Leben zu nutzen;
  • über persönliche Schwierigkeiten zu sprechen und nach einer Lösung zu suchen, mit der du "leben kannst". 

Aggressionskontrolltraining

Das Aggressionskontrolltraining (AKT) ist eine besondere Form des Sozialen Trainings.

Gefühle wie Zorn, Wut, Ängste, Hilflosigkeit und Stress kennt jeder Mensch. Einigen Menschen fällt es aber sehr schwer, solche Gefühle auszuhalten. Sie verlieren dann die Kontrolle über ihr eigenes Handeln und geben ihren Frust und Schmerz an andere weiter.

Sie  provozieren, schlagen, bedrohen, beleidigen, verletzen Menschen und zerstören Eigentum.

So wie du hat aber jeder andere Mensch das Recht auf Leben, auf körperliche Unversehrtheit und auf Schutz seines Eigentums.

Im Aggressionskontrolltraining erkennst du,

  • wodurch und in welchen Situationen bei dir aggressives Handeln ausgelöst wird;
  • warum du dich angegriffen fühlst und warum du darauf nur mit Gewalt geantwortet hast;
  • und du wirst Wege finden, dann eben gerade nicht „auszurasten“.

Dabei können dich die Trainer und die anderen Gruppenmitglieder mit ihren Erfahrungen und Anregungen unterstützen, deinen ganz persönlichen und gewaltlosen Weg zu finden.

Die Trainingskurse finden überwiegend in einer Gruppe mit maximal 12 Teilnehmern statt.

In manchen Fällen sind auch Einzelgespräche erforderlich, insbesondere dann, wenn du Angst hast dich in einer Gruppe zu zeigen und dort über dich zu sprechen.

Bevor ein Trainingskurs beginnt, wirst du erst einmal zu einem Vorgespräch eingeladen und kannst alle Fragen stellen, die dich bewegen. Die Trainer unterliegen der Schweigepflicht, das heißt, alle Gesprächsinhalte werden vertraulich behandelt.

© Christin Zöllner, JGH

Deine Ansprechpartnerin

Frau Große


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